BIU, USK und Deutsches Kinderhilfswerk
fordern Reform des Jugendmedienschutzes in Deutschland


Vor nicht allzu langer Zeit beschränkte sich die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen vor allem auf die eigenen vier Wände. Dort standen Fernseher, Spielkonsole und ein PC für das Internet. Doch die Mediennutzung hat sich grundlegend verändert. Millionen Inhalte sind über unterschiedlichste Geräte jederzeit und überall zugänglich.

Während sich Medienangebot und Mediennutzung grundlegend verändert haben, ist der gesetzliche Rahmen nicht nur kompliziert, sondern auch veraltet. Für den Jugendschutz im Internet gelten andere Regelungen als für den Jugendschutz bei sogenannten Trägermedien also DVDs, CDs und Blu-ray und wieder andere Regelungen gelten im Rundfunk. Hinzu kommt, dass die Bundesländer mit dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) den Jugendschutz im Internet und dem Rundfunk regeln, für den offline Jugendschutz aber der Bund mit dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) verantwortlich ist. Diese Aufteilung ist nicht mehr zeitgemäß und verhindert einen einheitlichen, funktionierenden Jugendschutz.

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